Sexualität als ekstatische Triebkraft, als Quelle der Lust, als Ausdruck von Erotik, Liebe und Intimität. Das entspricht unseren Idealvorstellungen. So soll es sein! Nicht selten jedoch wird dann aus Lust plötzlich Frust und Unsicherheiten. Zweifel entstehen:
«Bin ich okay, so wie ich bin oder nicht?
Sollte es nicht anders sein? …»

 

Jeder Mensch ist auch ein sexuelles Wesen mit einem individuellen Sexualisierungsprozess. Sexualität ist in meinen Augen ein lebenslanger Prozess, der auch aus bewussten Lernschritten besteht. Wie, wann und wo diese individuellen Lernschritte und die Bedürfnisse nach Veränderung anstehen und angegangen werden, ist sehr verschieden. Viele Menschen suchen eine Beratung auf, wenn sie mit ihren Lösungsversuchen an Grenzen stossen. Eine Therapie oder Beratung kann das Problemchaos ordnen, neue Blicke ermöglichen und Lösungen erarbeiten.

Vielfalt und Individualität sexuellen Erlebens stehen im Mittelpunkt meiner therapeutischen Arbeit. Ich betrachte Ihr Anliegen immer im Kontext der gelebten Beziehungen. Es geht mir darum, Sie entlang Ihrer Wünsche, Bedürfnisse und Ressourcen zu begleiten, den persönlichen Prozess zu stärken, damit Sie Ihre Ziele erreichen.
 

«Wir bringen alles mit – müssen es nur manchmal suchen, entdecken, neu (er-)leben, damit experimentieren und weiterentwickeln– ich möchte sie dabei ermutigen!»
 

Unser Denken und unsere Vorstellungen über Sexualität werden geprägt von Erlebnissen, von Ideen, von Werten und Normen. Wir haben vielleicht gegensätzliche und verschiedene Ansprüche und Wünsche. Diese Widersprüche zwischen Wünschen und gelebter Sexualität, die daraus entstehenden Probleme und Grenzen, lassen uns manchmal verzweifeln. Hier braucht es neue Lösungsversuche, denn wir merken dabei, dass unsere Sexualität nichts ist, was sich nach einem 10-Punkte-Plan optimieren lässt. Ich sehe im Sexocorporel-Konzept von Jean-Yves Desjardins (1931-2011) eine Möglichkeit, sexuelle Anliegen und/oder Schwierigkeiten anzugehen und gesetzten Zielen näherzukommen.

«Für mich gibt es viele Blicke und Perspektiven auf Sexualität(en).
Die Beweglichkeit, kognitiv wie körperlich, ist für mich ein zentrales Element, um der Komplexität des Lebens, des Begehrens und des Liebens nachzugehen. Der Prozess und darin die einzigartige und zugleich vielfältige sexuelle Individualität interessieren mich.»

 

Durch die Arbeit mit dem Körper (Rhythmus, Bewegung, Muskelspannung und Atmung) kann innerhalb der Therapie ein neues sexuelles Erleben erarbeitet werden. Anhand der Beobachtung des Körpers, werden Sie sich darüber bewusster, was Ihr Körper in der sexuellen Erregung tut, und können darauf je nach Wunsch Einfluss nehmen. Dieser willentliche Einfluss auf sexuelles Handeln verändert das Erleben und die Wahrnehmung und ist also eine Möglichkeit, um Wünschen und Bedürfnissen nachzugehen und sie zu erfüllen.

 

 

Modell des Sexocorporel

Die folgende Abbildung stellt eine Auswahl von Komponenten dar, die in der sexualtherapeutischen Arbeit berücksichtigt werden.

 
 

Modell des Sexocorporel. Bitte auf das Bild klicken für eine grössere Ansicht.

 

Ich sehe im Modell des Sexocorporel von Jean-Yves Desjardins (1931-2011) eine Möglichkeit, Menschen in diesem Prozessen zu begleiten. Das Modell sieht den Körper als Spiegel von Kognitionen, Emotionen und persönlichen Erlebnissen. Durch die Arbeit mit dem Körper (Rhythmus, Bewegung, Muskelspannung und Atmung) kann innerhalb der Therapie ein neues sexuelles Erleben erarbeitet werden.